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Vom Terminal zum PC – Zurück in die Zukunft!

Derzeit werden wieder alle Glaskugeln angeschmissen und der völlig entnervte und nun konsequenterweise auch gegangene Ray Ozzie entwerfen ein Szenario der Zukunft, wie geht es weiter, wohin führt die IT-Welt.

Als ich 1995 ein Praktikum in einer Versicherung machte, staunte ich nicht schlecht, die damaligen PCs dort, sofern es überhaupt welche gab, waren älter als mein damaliger Schüler-Taschengeld-HeimPC. Manchmal standen noch so komische Dinger mit orangener Schrift rum, die keine Bildchen darstellen konnten und auch keine richtige Maus hatten.

Auf diese Dinger läuft es hinaus. Sogenannte Terminals, über die ich direkt auf einem Server arbeiten konnte, die dafür dann wenig bis gar keine Arbeitsleistung (CPU-Power, Arbeitsspeicher, Festplatte) erbringen mussten und dafür entsprechend günstig waren.

Nachdem die PCs aber billiger in der Herstellung und die grafische Benutzeroberfläche ansprechender wurden (kleiner Sidekick auf Linux – so sieht Linux heute auch aus ;-)), wurden die Terminals eingemottet und die dezentrale Verarbeitung über die PCs wurde Mode. Mehr Rechenkraft am Arbeitsplatz, keine ständigen Verbindungen zum Server (nur beim ausschalten, bzw zwischenspeichern) und somit keine große Datenmenge über den Tag verteilt, sondern einmal ein Datenupload am Tag (bzw. in der Nacht).

Warum ich das ganze erzähle? Es geht genau darin zurück. Ähm, vorwärts. Also auf jedenfall in die Zukunft. Nehmen wir das iPad, oder noch besser das Samsung Galaxy Tab, mit einer im vergleich zu einem gleichteuren PC geradezu lächerlichen Arbeitsleistung, aber einem entscheidenden Vorteil. Es ist Mobil, es kann telefonieren, es bietet das was ich brauche in einem einfachen Bedienkonzept und fertig. Die Daten werden/können im Internet (Servern) gespeichert werden, die Leistung reicht für die Darstellung der Apps und sogar für Filme aus.

Durch die eigentliche Terminalfunktion ist es fast egal welches Betriebssystem darauf läuft, in diesem Fall ist es Android, die Funktionen holt es sich über Apps aus dem Androidstore/Internet/Websites.

Im Grunde also ein Rückschritt zurück in die Zukunft, kleine Geräte, die nichts können als sich mit den großen Servern zu verbinden (Internet) und die dort gestellten Aufgaben zu lösen (Apps/Websites,…). Schon genial. Aber dafür muss man nicht studiert haben um das zu erkennen wohin der Weg geht. Und genauso wenig werden in den nächsten 5 Jahren die stationären PCs aussterben. Dafür gibt es immernoch zu viele rechenintensive Anwendungen, die nichts für die Cloud sind, weil einfach die Datenströme zu groß sind, bwz einfach noch zu teuer.

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